Welt: „Wir bräuchten 15 bis 20 Jahre, um den Corona-Verlust aufzuholen“

Autor: Birgit Borreck
Kategorie HONESTIS AG in den Medien
Datum: 07 Jul, 2020

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Welt: „Die Leiden der HOTELIERS

Die Deutschen machen zwar trotz Covid-19-Gefahr wieder Urlaub. Dennoch warnt der Chef der Dorint-Gruppe vor einer Pleitewelle bei Hotels. Die ausgefallenen Umsätze könnten nicht mehr aufgeholt werden. Er hat klare Forderungen an die Regierung.

Das 60. Jubiläum der Dorint-Hotelgruppe war eigentlich ein Fest der Zuversicht. Rund 6000 Gäste feierten damals, im September vergangenen Jahres, ausgelassen in allen 59 Hotels gleichzeitig. Bei der zentralen Feier an der Messe Köln bespaßten die Moderatoren Ingolf Lück und Constanze Rick Hunderte Partygäste. Und just am Jubiläumstag unterzeichnete die Geschäftsführung einen neuen Pachtvertrag für ein Hotel in Nürnberg – das 60., natürlich. Man hatte viel vor: Bis Ende 2022 sollte die Dorint-Gruppe 88 Hotels haben, mit einem Umsatz von 600 Millionen Euro.

Heute ist von der Zuversicht nicht viel geblieben. Für Dirk Iserlohe ist die Megaparty eine Ewigkeit her. Der Mann mit der kreisrunden Brille und der Hippiefrisur ist eigentlich eine rheinische Frohnatur. Doch der Frohsinn ist ihm vergangen. Die Corona-Krise hat das Geschäft nachhaltig zerstört. Auch jetzt laufen viele Häuser nur auf Sparflamme und sind alles andere als ausgelastet. „Als Dorint-Gruppe verlieren wir jeden Tag eine Million Euro an Umsätzen“, sagt er. „Unsere Liquiditätsreserven sinken rasant. Das größte Problem sind die Raumkosten. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto, aber an der Tankstelle gibt es keinen Sprit. Das ist unsere Situation. Sie führte zum Wegfall unserer Geschäftsgrundlage.“ Im Gespräch mit WELT schilderte er die gravierenden Auswirkungen des Lockdown auf das Hotelgeschäft. Und was die Politik jetzt dringen nachholen müsste.

Die Einbrüche im Hotelsektor sind verheerend. Und anders als in vielen anderen Branchen oder bei einzelnen Unternehmen gibt es bisher keinen speziellen Corona-Schutzschirm für die Hotellerie. Lediglich in Baden-Württemberg können Hotel- und Gaststättenbetriebe seit 1. Juli eine Soforthilfe beantragen. Bei allen anderen Hilfspaketen blieben Hotels außen vor.

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Tags: Corona-Virus Dirk Iserlohe Dorint