Süddeutsche Zeitung: „Schöne Aussichten“

Autor: Birgit Borreck
Kategorie HONESTIS AG in den Medien
Datum: 19 Apr, 2022

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Süddeutsche Zeitung: „Schöne Aussichten

Kommt nach zwei Jahren Corona-Pandemie und dem Kriegsschock in der Ukraine jetzt endlich wieder ein Urlaubsjahr? Die Branche ist jedenfalls positiv gestimmt. Aber die ganze Sache hat natürlich auch einen Haken.

2022 muss einfach gut laufen - das sagen sie alle, egal, wo man nachfragt. In Hotels, bei Restaurantketten, bei Reiseveranstaltern und natürlich bei den Touristikverbänden. Trotz Krieg, trotz weiterhin horrender Corona-Zahlen, trotz der besorgniserregend steigenden Preise. Die Tourismusbranche könne sich ein drittes Krisenjahr schlicht nicht erlauben. Die Pandemie hat Gastronomen, Hotels, Reisebüros und Veranstaltern schwer zugesetzt. Nur dank staatlicher Überbrückungshilfen haben viele Betriebe die monatelangen Schließungen und Reisebeschränkungen überstanden; und bis sich das profitable Geschäft mit Businessreisen und Messen wieder erholt, wird es noch lange dauern - wenn es denn jemals wieder im alten Umfang zurückkommt. Entsprechend hoch sind in diesem Jahr die Erwartungen an die Urlaubslust der Deutschen.

Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) unter mehr als 3100 Betrieben blieb die lang ersehnte Erholung im vergangenen Monat allerdings noch aus. Demnach machten Gastronomen und Hoteliers im März ein gutes Viertel weniger Umsatz als im März 2019, dem letzten Frühjahr, in dem Corona noch keine Rolle gespielt hat. Am meisten belastet Hoteliers und Gastwirte nun aber nicht länger die Pandemie, es sind vielmehr die hohen Energiekosten. Das gaben 85,5 Prozent an. Gefolgt von steigenden Lebensmittelpreisen (84,9 Prozent). "Die Kostensteigerungen treffen gerade unsere Branche extrem hart", klagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Situation im Gastgewerbe schätzt er weiterhin als "sehr angespannt" ein. Einen Lichtblick sieht er allerdings für die Osterfeiertage: Die Buchungs- und Reservierungslage ist laut Dehoga-Umfrage für mehr als die Hälfte der Betriebe befriedigend oder besser.

Preissteigerungen an die Gäste weitergeben, oder lieber noch abwarten?

"Ernst, aber nicht hoffnungslos kann man die Lage in der Hotellerie 2022 beschreiben", sagt auch Dirk Iserlohe, Aufsichtsratschef der Dorint-Gruppe, der 65 Hotels im deutschsprachigen Raum angehören. Er freut sich, dass die Häuser seiner Kette an den Küsten und in den Bergen über die Feiertage zu 75 bis 90 Prozent ausgelastet sind. Dennoch warnt er vor einer "kriegsbedingten Energiekosten-Krise" und prognostiziert, dass Tariferhöhungen, inflationsbedingte Pachterhöhungen sowie sonstige Kostensteigerungen die Branche in diesem Jahr "mehr denn je belasten" werden. Doch, zumindest aus Sicht des Hoteliers, deutet sich auch eine günstige Entwicklung an. Iserlohe glaubt, dass Hotels in diesem Jahr mehr Geld für Übernachtungen verlangen können. "Die Zimmerdurchschnittsraten sind in Deutschland im Vergleich zum übrigen Europa niedrig", sagt der Dorint-Aufsichtsratschef.

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Tags: Corona-Virus Dorint GmbH